Im Heilraum Natur

Taschenbuch 98 Seiten: 15,- €

Bestellung:

per Email oder über Kontakt

Erstveröffentlichung: Nov. 2018


„Im Heilraum Natur“ ist für mich ein ganz besonderes Buch, denn es erzählt von meinem Lieblingsthema: den Begegnungen in der Natur. Hier erfahre ich immer wieder berührende und so heilsame Momente. Die Natur schenkt mir den Raum, in ihr zu sein, so wie ich bin und mit dem, was mich ausmacht. Davon erzähle ich in meinem Buch, aber auch davon, was die einzelnen Jahreszeiten mit Heilwerden zu tun haben und wie die einzelnen Naturräume wirken. Eigene Geschichten über Tierbegegnungen und mein Erleben während meiner Monate im Hochharz finden hier ihren Platz. Ein Buch, in dem sich der Zauber der Natur spiegelt und das zeigt, wie wertvoll und schützenswert dieser Heilraum ist.

Erstveröffentlichung: Dez. 2018


Inhalt:

Vorwort

Warum schreibe ich gerade über dieses Thema?
Frido – mein Begleiter in diesem Buch
Im Einklang mit den Jahreszeiten – die Natur im Frühling, Sommer, Herbst und Winter
Naturheilräume
Am Meer
Im Wald
Berge
Wiesen und Felder
Seen und Bäche
Tierbegegnungen
Ruhe spüren, achtsamer werden, Sichtweisen verändern – meine neun Monate im Harz

Nachwort – Frido spricht


Leseprobe (der Text ist im Buch durch viele meiner Naturfotos bereichert):

Im Einklang mit den Jahreszeiten – die Natur im Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Die vier Jahreszeiten tragen jeweils bestimmte Attribute in sich und können unterstützend wirken. Wenn ich mich dafür öffne und im Wissen bin, was zu welcher Zeit gut für mich ist, kann ich leichter mitfließen und das, was ist, genießen. Jede Jahreszeit hat ihre besonderen Vorzüge und spezielle Eigenschaften.

Frühling

Frido

spricht:

Es ist Frühling, alles erwacht.

Komm, geh hinaus, atme die würzige Luft ein, fühle, wie lau der Wind dich umsäuselt.

Riechst du den Neubeginn?“

Es ist unverkennbar Frühling. Endlich wieder draußen sein, sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen und ihre Wärme auf der Haut spüren.

Für mich beginnt jetzt die Barfußzeit! Dazu Auszüge aus meinem Erfahrungsbericht von 2017:

Barfuß durch mein Leben – vom barfuß Laufen, Barfußschuhen und mehr …

Im April letzten Jahres hatte ich plötzlich den Impuls, das barfuß Laufen auszuprobieren. Die ersten Schritte und Anläufe waren alles andere als fließend, ich stakselte so vor mich hin, jeder Stein tat weh, alles ging recht langsam. Trotzdem bemerkte ich recht schnell, wie toll sich das anfühlte und wie ich es begann zu lieben … dieser direkte Kontakt zur Erde, es war fast wie eine „Sucht“ 😉

Es half mir, wenn ich die Energieeinströmungen mal wieder so stark wahrnahm. Es brachte aber auch meinen Körper auf ein anderes Level … ich begann, nicht mehr so an die Füße zu frieren und ging den ganzen Sommer (bis in den Oktober/November hinein) ohne Socken. Meine Durchblutung wurde angeregt und so mein körperliches Empfinden umgestellt. Ich lief (und laufe) nicht immer und auf jedem Untergrund barfuß. Es muss sich richtig anfühlen. Ich muss mich damit wohl fühlen. Wenn es mir zu kalt oder nass ist, ziehe ich trotzdem weiter Schuhe an oder wenn ich mit dem Auto bzw. zum Einkaufen unterwegs bin auch. Meine Intuition sagt mir, wann ich barfuß gehe und wann nicht … doch die Zeiten ohne Schuhe nehmen zu. Interessanterweise haben sich auch meine Füße verändert. Sie sind breiter geworden und haben eine Art Polsterschicht bekommen. Und so merke ich immer mehr, dass mir kleine Unebenheiten, Steine oder Stöckchen nicht mehr so viel ausmachen. Ich laufe viel zügiger als zu Beginn, zügig und geführt.

Oft werde ich darauf hingewiesen, aufzupassen, wo ich hintrete … diese Aufforderung ist überflüssig. Solange ich achtsam bin, passiert nichts. Mein Körper weiß, wann er ausweichen muss oder wann ich nach unten schauen soll, damit ich eventuellen Hindernissen ausweichen kann. Das hat bisher so gut funktioniert, dass ich mir darüber gar keine Gedanken gemacht habe, wenn nicht immer mal wieder „Schuhträger“ mich darauf hinweisen würden 😉

Bisher ist es nur einmal geschehen, dass ich mich ernsthaft verletzt habe. Ich war an diesem Tag emotional ziemlich „durch den Wind“, lief nicht achtsam genug und wollte unbedingt über ein abgeerntetes Rapsfeld … dies sollte man lieber sein lassen! Doch es lehrte mich, genauer hin zu fühlen und noch langsamer unterwegs zu sein (im Sinne von: nicht herum hetzten, mit den Gedanken woanders sein, abwesend sein…).

nach dem langen Winter in „normalen“ Schuhen sehnte ich das Frühjahr herbei … Nun ist es endlich wieder soweit! Die ersten Barfußversuche startete ich Ende Februar, noch etwas unsicher, dann Anfang März gleich mit fast „Kälteschock“ 😉 … doch der Ostseestrand lockte zu sehr. Bei 6° Außentemperatur und 3° Wassertemperatur hielt ich es nur kurz aus. Doch es war himmlisch! Endlich wieder Füße frei 🙂

Die ersten Gänge über das erwachende Gras habe ich hinter mir, auf Asphalt sowieso. … Es wird immer mal gewechselt, Schuhe an, dann wieder Schuhe aus und barfuß weiter … je nach Empfinden und Gefühl.

Wozu benutze ich eigentlich Barfußschuhe? Wenn du einmal Barfußschuhe getragen hast, spürst du den Unterschied. In ihnen fühlst du ebenso die Unebenheiten das Bodens, kannst ganz anders gehen, ja dein Gehen passt sich dem ehemals natürlichen Gang von uns Menschen an. Mit Barfußschuhen fühlst du die Erde, denn meist ist nur eine sehr dünne Sohle zwischen Erde und Fußsohle. Da es ein anderes Gehen ist, kann auch Muskelkater in den Beinen auftreten. Dieser verschwindet, wenn man länger barfuß oder mit Barfußschuhen läuft. Für mich sind Barfußschuhe wichtig. Sie schützen meine Füße vor Kälte, vor Schmutz und ich trage sie dann, wenn ich nicht ganz so achtsam und frei unterwegs sein kann … und manchmal auch, wenn mein Körper meint, etwas wärmer ist heute mal besser 😉

Doch barfuß Laufen ist nur eins von vielen, was man im Frühling in der Natur erleben und erfahren kann.

Stell dir vor, du gehst in einem Wald spazieren. Hörst du all die wunderschönen Vogelstimmen? Kannst du vielleicht sogar diesen oder jenen Vogel erkennen?

Die Bienen summen und suchen die ersten Nektarquellen. Alles wird wieder farbiger, bunter und wenn du genau hinschaust, erkennst du die ersten Knospen an den Bäumen. Neubeginn, überall Neubeginn. Samen wollen aufgehen, Blätter sich entfalten, Tiere kommen hervor, um zu spielen. Was für eine Freude!

Erinnerst du dich noch, als du Kind warst? Da bist du über Wiesen gelaufen, warst barfuß im Bach und bist auf Baumstämmen balanciert …

Frido

spricht:

Dein inneres Kind erwacht. Da gibt es einen Teil in dir, der noch genauso Kind ist und genauso herum tollen möchte, der über Wiesen tanzen, mit einer Schaukel in die Lüfte fliegen oder sich einfach ins Gras legen möchte, um die Wolken zu beobachten.

Der Frühling ist eine ideale Zeit, um all die Dinge zu tun, neu zu tun. Lass dich nicht vom Außen verunsichern, höre deinem Inneren zu! Hier spürst du diese Sehnsucht nach Spiel und Spaß, nach Freiheit und fröhlich sein.

Erlaube dir, wieder Kind zu sein, deine Kindheitsträume zu entstauben und s p i e l e …“

Oh ja, der Frido hat ja so recht! Im Frühling kann man doch einfach mal was anders machen, sich etwas trauen, in kleinen Schritten Veränderungen erfahren. Ich weiß, das braucht manchmal Überwindung, vielleicht schaut man sich auch verschämt um, ob da auch niemand zusieht, wenn man denn … singt, tanzt, rennt …
Doch was soll`s! Es ist toll, so frei zu sein, sich etwas neues zu erlauben und selbst gesetzte Grenzen zu übertreten oder einfach zu ignorieren. Das tut so gut!
Vielleicht erfährst du ja deinen nächsten Frühling ganz anders und erinnerst dich an die Worte vom kleinen Fuchs Frido?
Sieh einfach, wie die Natur es vormacht und öffne dich genauso dem, was jetzt erblühen möchte.
Der Frühling hat aber noch mehr zu bieten. Da du schon dabei bist, etwas im Leben zu verändern, kannst du dich auch einmal genauer hinein fühlen. Wie oft bist du abseits der vorgezeichneten Pfade (und deiner Arbeit) in heilsamen Räumen unterwegs? Hast du überhaupt Zeit dazu, dich für ein paar Stunden dem Fluss hinzugeben, dich führen zu lassen und draußen, in der Natur, schöne Gegenden zu erforschen bzw. dich länger dort aufzuhalten?
Gehst du regelmäßig hinaus, um dir deinen Raum zu nehmen und zu fühlen, einfach nur dich selbst zu fühlen? Wie reagiert dein Körper gerade? Ist er steif vom vielen Sitzen im Winter oder lustlos und muss erst wieder daran gewöhnt werden, sich zu bewegen?
Fühle in dich hinein und nimm wahr … und höre, wie die Natur dich ruft, wie sie dir zuruft: „Komm hinaus, atme tief, laufe, bewege dich, verbinde dich mit mir, spüre mich – die Erde, uns – die Bäume, höre zu – uns, den Vögeln …!“
Hier findest du reine Klänge und Geräusche, die unverfälscht dein Körpersystem erreichen und es sanft durchdringen. Heilsam und unterstützend, dich erinnernd …
Auch all die Tiere bringen dir Botschaften, sei achtsam …

Ich hatte letztes Frühjahr eine besondere Begegnung mit einem Marder im Wald:

Heute morgen schien die Sonne, der Dunst stieg über dem See auf und es war noch etwas feucht nach dem Regen gestern. Doch mich lockte es hinaus, über die Wiese, hoch zum Wald. Dort verweilte ich einen Moment am See und schaute fasziniert dem Schauspiel zu, wie die Sonne diese Dunstschleier bewegte. Aus den Augenwinkel bemerkte ich eine Bewegung, ein Eichhörnchen wollte gerade um die Ecke auf die Wiese springen, sah mich, drehte um und verschwand.

Ich ging weiter und bemerkte, dass da noch ein Tier war. Es flitze auf dem Waldweg, doch ich sah leider nur noch den „Schatten“. So war ich gerade im Begriff, umzudrehen, als ich ihn sah, einen wunderschönen Marder, der bis auf ein paar Meter an mich ran kam. Da ich dort relativ ruhig stand, schien er sich zu trauen. Wir schauten uns an. Doch er entschied, sich seitwärts ins Gebüsch zu verziehen. Ok, ich, noch so beseelt von dieser Begegnung, lief weiter, blieb stehen und folgte einen Impuls, einen kleinen Umweg durch den Wald zu nehmen und nicht auf der Forststraße zu bleiben. Dort, so in Gedanken versunken, stapfte ich den Berg hoch. Plötzlich sprang doch der Marder aus dem Gebüsch, sah mich wieder an …

Puh, jetzt wurde mir anders! Es war, als wolle er mir etwas sagen (oder zeigen). Er rannte los, genau meinen Weg entlang, immer vor mir her. Irgendwann war er dann verschwunden. Ich schaute mich zwar intensiv um, konnte ihn aber leider nicht mehr sehen.

Echt, so etwas ist mir noch nicht passiert, dass ein „Wildtier“ so nah kommt, scheinbar bewusst mich anschaut und mir etwas mitteilt. Was genau, erfuhr ich dann Zuhause, als ich nach seiner Krafttierbotschaft schaute. Es passte! Die Quintessenz lautet: Lerne, Hürden zu überwinden, um das zu bekommen, was dir zusteht!

Nun ja, ich schau mal, wie genau sich das mir zeigt und bin solange noch in diesen Bildern der Begegnung, dankbar und berührt zugleich 🙂

~~~