Eine Geschichte …

Vor zwei Jahren ist mir der kleine Fuchs Frido „begegnet“ 😉 , d.h. er zeigte sich mir und wollte bei meinen Büchern dabei sein. So entstand: „Im Heilraum Natur“ mit Tipps von Frido und seine eigene Geschichte: „Frido vom Zauberwald“. In dieser Geschichte treffen verschiedene Welten aufeinander, die Naturwelten, die Tierwelten, die Feenwelten … und so habe ich auch dort schon Welten miteinander verbunden und in einer berührenden Geschichte diese miteinander verwoben. Heute möchte ich euch ein Kapitel daraus schenken 🙂 .

Als ich vor kurzem mein Buch noch einmal las, war mein Herz zutiefst berührt und ich spürte, welch heilsame und umarmende Energie aus meinen Worten floss. Diese Energie passt so gut in die neue Zeit, denn das, was Frido mit seinen Waldfreunden erlebt, zeigt ein neues Miteinander, ein Miteinander aus Liebe, Achtung und Respekt … so wie wir uns dies auch alle wünschen. „Frido vom Zauberwald“ ist eine Geschichte, die das innere Kind berühren und Herzen erinnern möchte 🙂 … doch nun tauche ein und lass dich verzaubern:

Frido und das Licht

Frido ist wieder in seinem Fuchsbau. Gerade, als er zu Emmas Spinnennetz schaut, taucht diese auf. „Oh, da bist du ja!“ sagt Emma. „Ich?“ fragt Frido verwundert. „Du warst doch die ganze Zeit nicht da!“ Emma schmunzelt und nimmt es Frido nicht übel, dass dieser ihr die Worte so entgegen schleudert. „Ach Frido, Spinnen leben nun mal einen anderen Rhythmus als Füchse. Ich bin immer da. Nur siehst du mich nicht, wenn ich gerade in einem meiner Erdlöcher sitze und dort spinne.“ Frido schaut geknickt drein: „Entschuldige, ich wollte dich nicht verletzen. Ich hätte nur gestern Jemanden zum Reden gebraucht.“ „Warum? Was ist passiert?“ fragt Emma. Frido erzählt auch ihr von dem Lichtschein …
Emma spricht weiter: „Sie sprachen davon, dass dieses Licht immer zu bestimmten Zeiten kommt und es nur diejenigen sehen, die dafür offen sind.“ „Die dafür offen sind …“ wiederholt Frido. „Du meinst, so wie ich es im Herzen gespürt habe?“ „So ähnlich.“ meint Emma. „Vielleicht ist es ja wirklich so, dass wir noch längst nicht alles wissen, was hier so geschieht. Vielleicht gibt es ja mehr, als wir alle glauben?“ Emma schaut Frido fragend an. Dieser sieht ganz angestrengt vor sich hin und grübelt über all das nach. „Frido!“ Emma holt ihn aus seinen Gedanken. „Ja?“
Du warst aber weit weg!“ meint Emma. „Willst du nicht mal schauen, ob das Licht in dieser Nacht wieder kommt?“ Frido springt auf: „Klar, ich mache mich sofort auf den Weg …“ und weg ist er.

Frido rennt fast, denn er will nichts verpassen. Schon hat er seinen Platz unter dem Baum erreicht und lässt sich schnaufend nieder. Noch ist alles ruhig, es ist ja auch noch nicht ganz dunkel. Frido nutzt die Zeit, um noch einmal alle Gespräche des Tages in sich nachklingen zu lassen. Dabei fällt ihm auf, dass er ja schon eine Menge neuer Freunde gefunden hat. Ein Lächeln erscheint auf seinem Gesicht. „Wie schön.“ denkt er noch … bevor sein Blick von etwas Seltsamen gefesselt wird. Da vorn ist es wieder! Da! Am liebsten würde er aufspringen, um die anderen zu holen. Doch er fühlt sich wie gelähmt und als er kurz zur Seite schaut, sieht er Anna, das Reh, dort stehen. Sie nickt ihm zu. Frido ist erleichtert. So ist er mit all dem nicht allein. Er schaut wieder auf die Stelle, wo eben noch etwas blinkerte. Doch es ist weg. Nein, da … ein Stück weiter links, dort ist wieder was. Nun geht es Schlag auf Schlag. Überall tauchen diese Lichter auf, diesmal sind es kleinere, doch wieder wunderschön. Sie beginnen zu tanzen und verzaubern Frido und Anna dermaßen, dass den beiden der Mund offen steht und sie einfach nur staunen.
Die Lichter tanzen einen wahren Reigen, sie sind so wunderschön anzusehen, dass man meinen könnte, die Musik dazu ebenfalls zu hören. Frido jedenfalls hat sofort eine Melodie im Ohr. Doch plötzlich ist da noch was. Jemand spricht zu ihm! Jemand spricht zu ihm? Aber außer Anna und er ist doch hier niemand oder? Frido wird ganz anders, doch bevor er begreift, was gerade geschieht, spricht diese Stimme ganz leise: „Hallo Frido! Schön, dass du wieder da bist!“ Frido erstarrt. „Diese Stimme kennt meinen Namen?“ denkt er. „Wer ist das nur?“ Antworten kann er gerade nicht, so durcheinander fühlt er sich. Die Stimme aber spricht weiter: „Darf ich mich vorstellen? Ich bin die Fee Sabrina und komme mit meinen Feengeschwistern, um euch das Licht zu bringen.“ Frido kann immer noch nicht reagieren, so überrumpelt es ihn, diese feine Stimme zu hören. Sabrina scheint das aber nicht zu stören. Sie tanzt unterdessen weiter. Endlich erwacht Frido aus seiner Starre und flüstert leise in Richtung Anna: „Hast du das auch gehört?“ Anna nickt. „Was sollen wir tun?“ fragt Frido. „Wie wäre es, wenn wir uns auch vorstellen?“ flüstert Anna zurück. „Meinst du? Aber mit einer Fee sprechen, geht das überhaupt?“ Anna sagt: „Lass es uns einfach probieren.“
Sabrina hat indessen genau zuhört, was sich die Beiden da zuflüstern und schmunzelt in sich hinein. „Nun, wollen wir uns unterhalten?“ fragt sie noch einmal. Frido und Anna nicken. „Gern.“ haucht ihr Frido entgegen. Jetzt muss Sabrina doch laut loslachen, wobei es für Frido und Anna eher wie leises Glucksen klingt. „Ihr seid mir welche! Wovor habt ihr nur Angst? Wir sind euch doch ähnlich, auch wenn das gerade nicht so aussieht. Doch ihr werdet es noch verstehen.“ sagt Sabrina. „Wisst ihr, wir kommen in Frieden und bringen euch das Licht der Liebe.“ Frido schaut sie wieder staunend an. „Das Licht der Liebe? Meinst du dieses Gefühl, das einem das Herz wärmt?“ „Ja, genau das meine ich! Toll, dann hast du ja schon etwas verstanden!“ Sie tanzt vor Freude noch ausgelassener als vorher. Nun muss auch Frido lachen. „Weißt du, Sabrina, so jemanden wie dich habe ich bisher noch nicht kennen gelernt.“ Frido tritt ein paar Schritte vor. „Kann ich deine Hand nehmen?“ fragt er zögernd. „Na klar, komm her zu mir!“ Frido und Sabrina fassen sich an den Händen und beginnen einen gemeinsamen Lichttanz. Anna schaut verzaubert zu.
Es ist wunderschön, so zu tanzen … Frido könnte ewig so dahin schweben, doch Sabrina reißt ihn aus seinem Glücksgefühl. „So, wir müssen leider los! War schön mit euch, bis zum nächsten Mal!“ „Wohin musst du so schnell?“ Frido ist ganz verwirrt. „Wir haben noch mehr zu tun und werden auch noch auf anderen Waldlichtungen erwartet. Doch wir sehen uns wieder.“ Frido steht ganz geknickt da und will noch winken, doch die Feenschar und all das Licht sind verschwunden.
Er seufzt tief, schaut Anna an und meint: „Das war toll, oder? Ob uns das einer glaubt?“ Anna verabschiedet sich von Frido und eilt zurück, um die Nacht bei Lisa, ihrem Kitz, zu sein. Frido dagegen tänzelt zu seinem Bau zurück, fast so, als ob das Feenlicht immer noch bei ihm wäre … wer weiß, vielleicht ist es ja noch da?

Das Buch „Frido vom Zauberwald“ ist bei mir erhältlich, weitere Infos findest du hier …



Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s