Es zog mir grad den Boden unter den Füßen weg …

Der 7.7. – ein weiteres Tor, ein grauer Tagesbeginn. Dieses Grau zeigt an, wie ich mich eben fühlte. Seit dem Aufwachen, drei Stunden lang, schüttelte es mich durch, tiefste Tränen, Zweifel ohne Ende, es war, als ob es mir den Boden unter den Füßen weg zog und nichts, aber auch gar nichts mehr stimmig war. Das, was gestern noch geleuchtet hat, was sich richtig anfühlte, war heute einfach weg, stimmte plötzlich überhaupt nicht mehr.

Mein Tagebucheintrag:

Was passiert hier? Warum all diese Zweifel, dieses immense Überfordertsein? Warum dieses Durcheinander? Muss ich jetzt etwas entscheiden oder kann ich alles so stehen lassen? Was will hier heilen???

Ich gebe auf …

Und höre: Alles, was jetzt kommt, ist besser und geht leicht!

Und noch einmal gebe ich bewusst auf, lasse alles los und schaue, was das Jetzt für mich bereit hält. Es ist nichts zu forcieren und nichts zu tun, nur heilen, durchfließen lassen, noch tiefer gehen, annehmen, was sich grad zeigt. Nichts muss jetzt entschieden werden, schon gar nicht aus dieser Instabilität heraus!

Ich höre und fühle folgende Worte:

  • Alles findet leicht zu mir!
  • Ich öffne mein Herz … für mich, meine Tränen, den Schmerz in mir, der sich gerade so stark zeigt und jetzt in Liebe geheilt, umarmt werden will.
  • Ich öffne mein Herz für meine Zweifel, mein Nichtwissen, dieses Fühlen, das mich zu verschlingen droht, das so kraftvoll ist, so anders ist … und alles in mir auf den Kopf stellt.

Mit dieser tiefen Auf- und Hingabe kommt die Ruhe zurück. Es wird still in mir, durchatmen, sein … und ahnen, dass die nächste Tiefe erreicht, die nächste Heilung (fast) vollzogen ist. Ich lasse nachklingen, los- und weiter geschehen, ohne sofort ins Tun zu gehen.“

Dies meine Worte von gerade eben, es half, diese fließen zu lassen, half mir, mich nicht vollends in diesem Strudel zu verlieren. Ich fühle mich müde, als hätte ich einen Berg bestiegen. Mein Körper arbeitet nach, schwingt nach … doch ich atme auf. Die neue Stille ist da, dieser Raum leer, irgendwie wärmend. Auch wenn ich weiter nicht weiß, was hier eben geschah, ebenso nicht weiß, wie weiter … kann ich nur fühlend in diesem Jetzt sein.

Es scheint, als wären diese Tage dazu da, erneut neue Tiefen auszuloten und uns in Felder zu bringen, die sich erst jetzt öffnen können. Dabei geht es darum, dies anzunehmen und in diesen Feldern zu sein, ja auch wenn es sich heftigst anfühlen mag oder man zum x-ten Mal das Gefühl hat zu sterben, es gibt keinen Weg drumherum, nur einen Weg mittendurch. Für mich war es diesmal besonders stark spürbar, dass hier Teile in mir angetriggert wurden, die endlich heilen wollen. Auch ohne zu wissen, was genau, warum jetzt, wieso auf diese Weise … ich konnte mich dem nur hingeben, denn diese Welle hat mich dermaßen überrollt, dass nur Hin- bzw. Aufgabe möglich war. Und so schwinge ich weiter … gebe mich auch dieser Phase des Nachklingens hin … ohne etwas zu wollen … nur das geht für den Moment …

Spenden sind weiter sehr willkommen 🙂 ❤


Ein Gedanke zu “Es zog mir grad den Boden unter den Füßen weg …

  1. Liebe Heike,
    Ich fühle mich mal wieder genau ähnlich.
    Die Tränen fließen und ich versuche zu verstehen.Ich kenne diese Zustände aus früherer Zeit.Gerade habe ich mich erinnert, dass ich nach jedem“ Rundgang „ dieser Gefühle ein wenig mehr Klarheit hatte. Ich gehe jetzt in kleinen Schritten behutsamdurch den Tag.Ich danke dir für dein Mitteilen.
    Liebe Grüße Adelheid

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s