Der Weg ins Nichts

Ich könnte auch sagen, der Weg, der mich hinein in meine eigenen Tiefen, hin zu meinem wahren Sein führt. Dieser Weg ist gerade etwas speziell, denn ich habe das Empfinden, je tiefer ich gehe und je mehr ich bei mir ankomme, desto weiter entfernen sich alle anderen und alles um mich herum. Ist etwas verwirrend und gleichzeitig wieder so klar, denn ich weiß, nur dorthin führt mein Weg, nur hier geht es weiter.

Dieser Weg ins vermeintliche Nichts ist kein Weg, den man eben mal so geht und wo man meint, man könnte doch dies und das aus dem „alten Leben“ mitnehmen. Es ist ein Weg, der einen stets auffordert, loszulassen, immer wieder Dinge, Menschen, Situationen, Ebenen, Verhaltensweisen, Erfahrungen und Vergangenes loszulassen. Auch da befinde ich mich gerade mittendrin 😉 … ist meist richtig befreiend, denn die alles entscheidende Frage ist doch: Was will ich wirklich? Was braucht es wirklich? Nur das, was wesentlich ist, kommt weiter mit.

Und so ist es hier in diesem Nichts gerade seeehr still. Ich kommuniziere derzeit nur mit mir, der Natur und meiner Familie. Manchmal mit den Tieren, meinen Pflanzen oder auch schon mal mit dem Wind, der Sonne, den Wolken. Ansonsten ist es still, weiterhin still. Meist angenehm, weil ich mir selbst genug bin, mich neue Dinge faszinieren, ich im Sein weile. Manchmal aber auch so, dass ich merke, hier fehlt noch was, nicht im Sinne von Bedürftigkeit, sondern weil ein Weitergehen und Neuerschaffen nur gemeinsam geht. Doch scheinbar ist es gerade an der Zeit, diese Tiefen auszuloten, sich einzulassen und dem eigenen Sein vertrauensvoll die Hand zu reichen.

Dahinter brodelt es. Die alte Welt zerfällt, mit Getöse … sehr spürbar, auch wenn ich mich kaum noch dort aufhalte, die kollektiven Energien schwingen im Feld. Umso wichtiger ist es, dieses Stille weiterhin aufzusuchen, den Mittelpunkt in mir wahrzunehmen, in Liebe und Frieden zu schwingen. Denn ich weiß um mein Sein, weiß darum, dass alles seine Zeit braucht und seine Zeit hat. Auch wenn mein menschlicher Teil es manchmal dann doch anders oder schneller hätte 😉 … es ist.

Und so nehme ich diese Zeit der Stille weiter als das, was sie ist: mein Weg hinein in mein Sein, mein Erkennen und mich noch tiefer erfahren.

Meine Worte wollen berühren, erinnern, Geborgenheit schenken und kommen tief aus meinem Herzen ❤
Wenn sie dich erreichen und du mir danken möchtest, freue ich mich über deine Rückmeldung oder/und deine Spende
🙂


Ein Gedanke zu “Der Weg ins Nichts

  1. Liebe Heike! Dieser Text übt eine besondere Faszination auf mich aus. Dieses Nichts, es ist wohl das Allerheiligste im eigenen tiefsten Inneren, ein absolut stiller Heiliger Tempel, wo ich in Verbindung trete mit dem Göttlichen Nichts (Nicht-Sein), in welchem zugleich das Alles enthalten ist und aus dem das Alles-was-ist hervorgeht, um letztlich wieder genau dorthin zurückzukehren. In das Nichts einzutauchen, kommt vermutlich einem Sterben gleich, um neu daraus geboren zu werden. Ich glaube, das ist es, was ich möchte. Mich vollkommen leer werden zu lassen, um neu gefüllt werden zu können. Noch habe ich Angst, mich so fallen zu lassen, Angst vor dem möglichen Verlorensein, wie in früheren Alpträumen, wo ich das Gefühl hatte, in einen endlosen, finsteren Abgrund zu fallen und für immer darin zu verschwinden. Ich bin dann jedesmal in Panik hochgeschreckt und wollte um Hilfe schreien. Aber ich hatte vergessen, dass, wo immer ich bin, ich mich in Seiner Hand befinde und niemals verlorengehen kann. Wir sind auf ewig verbunden. Ich will mich daran erinnern und es wieder fühlen.
    Herzlichste Grüße! Rebekka

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