Wenn die Nacht am dunkelsten ist

Noch ein paar Gedanken zu meinem Text heute morgen und dem, was gerade in mir schwingt. Es ist doch so: wenn die Nacht am dunkelsten ist, erscheint einen alles am schwärzesten, hat man meist jede Hoffnung verloren und sieht nicht mehr das Licht am Ende des Tunnels. So ähnlich fühlt es sich für mich auch gerade an. Alles scheint sich nochmal und nochmal zu wiederholen, die Dinge werden immer schräger und absurder, man fragt sich, wie die Menschen das immer noch glauben können.

Dazu dann dieser gefühlte „Stillstand“, dieses Feld, in dem wir alle zum Nichts-Tun gezwungen werden. Ja, es ist wichtig, in die eigene Stille zu gehen, sich selbst zu reflektieren, seine Erinnerungen zu erwecken und zu schauen, was noch gelöst und geheilt werden will. Und ja, es ist auch wichtig, dem Körper noch intensiver zuzuhören und diese allumfassende Heilung zuzulassen. Alles gut und schön… doch etwas Essentielles fehlt: das Gemeinsame, Umarmungen, Freude, Lachen und Musik, Austausch und gemeinsames Erschaffen, kreativ sein (dürfen) und all das utopisch Erscheinende, Neue ins Feld zu rufen und damit zu beginnen.

Ich fühle in den letzten Tagen und Wochen eher, dass es immer tiefer geht, immer mehr hinein ins Dunkle (unserer Seelen, dieser Gefilde, wo noch all das Schwere und diese Ängste gelöst werden wollen). Aber auch, dass sich all die Dinge da draußen zeigen, die mich so manches Mal fragen lassen, ob die Menschen wirklich so schlecht sein können …
All das wabert im Feld und verdichtet es. Man könnte fast sagen, „die Schlinge zieht sich zu!“ … es läuft auf den Endpunkt hinaus (wobei ich das Gefühl schon vor einem halben Jahr hatte …).

Nun, das alles ist. Heute morgen war in mir ein ganz leises Gefühl des Aufbruchs spürbar, so, als ob wir uns diesen Punkt nähern, an dem „die Nacht am dunkelsten ist“ – siehe auch mein Traum. Es fühlte sich so an, als ob jetzt der Frühling kommt … die Natur durchatmet (sicher auch durch den Regen, denn die Blumen strahlen regelrecht). Ich fühlte es aber auch in mir … es war wie: den Winter abschütteln, endlich weiter gehen, überhaupt gehen. Denn was ist, wenn „die Nacht am dunkelsten ist“? Wir stehen an diesem Wendepunkt, an dem Punkt, wo sich die Schleier heben und das Licht einfällt (vielleicht auch deshalb die Botschaft meines Traumes: „Umzug ins Licht“?). Es wird hell, schlagartig … und uns bewusst, dass wir schon immer hier waren und immer hier sind. Nur lagen so viele Schichten darüber, dass wir es nicht sehen (können/konnten).

Mit diesem Bild gehe ich in meinen Tag, lasse die Dunkelheit sich auflösen und das Licht einfließen … möge es für alle sicht- und fühlbar sein ❤

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Ein Gedanke zu “Wenn die Nacht am dunkelsten ist

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