Ohne zu wissen wohin

Ein Tag reiht sich an den anderen, alle irgendwie ähnlich … es ist still. Ich bin still. Weil nichts anderes gerade geht. Annahme von dem, was ist, weniger Hingabe, weil Hingabe eher verlangt, dass ich damit einverstanden bin. Und das war ich in den letzten Tagen so manches Mal nicht. Diese vielen Momente, wo der Schmerz alles auslöschte, ließen sich nicht immer so hinnehmen bzw. ich sah den Sinn dahinter nicht. Und so waren es Tage, in denen die Stille sich so weit ausbreiten konnte, dass nichts anderes mehr Raum hatte. Ich kam gestern Abend sogar zu der Frage: „Wie klingt Stille?“

Interessante Frage … was ist da in dieser Stille, was es so wichtig macht, dass diese mich so „vereinnahmt“ und einhüllt … oder besser eingrenzt? Denn so richtig wohlig fühlte sich diese Stille nicht an, einfach weil der Dauerschmerz alles überdeckte. Als nun gestern immer mal wieder schmerzfreie Momente kamen, sah ich ein Bild: Vielleicht erinnert ihr euch noch an meinen Text über den Waldspaziergang, wo es erst steil bergauf, dann steil bergab ging und ich noch Mutmaßungen anstellte, ob denn der November so werden wird. Dieses Bild spielte sich gestern ein. Zum ersten Mal sah ich, wie ich oben bei den Brombeeren war, die mich immer wieder festhielten. Dann ging es sanft bergab und unten lief ich dem Licht entgegen. Ab da kam dann: „Atme das Licht!“ Also hatte ich ein neues Mantra: „Schmerz fließt ab, ich atme das Licht.“ Das bewegte irgendwas, denn es wurde heller, das Licht größer und sogar so, dass ich eine Art Lichtarm sah, der mich zu sich winkte und mich umarmte.

Noch mal zurück zur Stille. Diese hat sich sehr in mir ausgebreitet, sich so richtig breit gemacht, ja hier niedergelassen. Sie bedingt, dass alles Laute außen vor bleibt. Keine Musik, kein Licht, alles nur gedimmt. Dort bin ich derzeit. Still. Auch meine Gedanken werden immer stiller. Ich sitze oder liege und bin diese Stille. Es kam noch: es findet eine Initiation statt. Aha. Ok. Ich werde sehen. Echt, ich bin gespannt, wer ich bin, wenn das hier mal fertig ist und ich wieder „auftauche“ … das kann morgen sein oder nächste Woche … keine Ahnung. Noch ist kein Impuls da. Ich spüre, dass ich auch keine anderen Felder bedienen kann, nicht mal raus mag. Nur ich und die Stille.

Und so passt die Überschrift überraschend gut … ich weiß nicht, wohin mich das gerade führt und warum es auf diese Weise geschehen muss. Doch ich fühle, ich darf dem vertrauen … weil es mich irgendwie stärker macht (kam grad so) … echt? Mein Körper erzählt da anderes …

Nun denn, ich lasse mich zurück fallen in mein Stillefeld … mal schaun, ob sich mir noch zeigt, wie Stille klingt 😉 …

PS: SPENDEN sind sehr willkommen 🙂

Durch meine Blogarbeit fließt mir kein regelmäßiges Einkommen zu, so wie es bei Produktverkäufen oder Coaching, Webinaren u.ä. wäre. Deshalb freue ich mich, wenn du mich finanziell mit einer Spende unterstützt, so wie es für dich passt  … danke ❤


2 Gedanken zu “Ohne zu wissen wohin

  1. Oh wow, Heike, DU bist wirklich eine mutige Seele – ich danke Dir dafür! Was bei mir gerade kam, als ich Deinen Text las, dass Du das ein Stück weit für uns alle tust!!! Sei umhüllt vom Licht und lasse Dich tragen – ich denke in Liebe an Dich…

    Gefällt 2 Personen

  2. Hat dies auf Ein neuer Morgen Emmy.X & Elke rebloggt und kommentierte:
    Möge sich diese Art Stille, wie du sie hier (anfänglich) beschreibst, liebe Heike, wieder wandeln in die eine Stille, wo sich wahrlich jeder wieder ganz – und in sich selbst geborgen – wohl darin fühlt!

    DANKE, für deinen immer wieder großen Mut, dich genauso zu zeigen, wie es dir jetzt – im jeweiligen Moment – gerade geht. Deine Texte – so menschlich und berührend aus dem Herzen heraus geschrieben – mögen viele Menschen erreichen und ihnen hilfreich sein!

    DANKE FÜR DEIN DA SEIN, liebe Heike! 🙏

    Alles LIEBE

    Elke 💜

    Gefällt 1 Person

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