Fremdes Land

Ich stehe vor dieser Tür … sie ist noch halb zu oder anders betrachtet, schon halb offen. Trete ich ein? Wage ich mich ins Unbekannte, auch wenn ich nicht weiß, was mich dort erwartet?

Fremdes Land, so unbekannt,
bin ich hier allein?
Kann das echt sein?

Mag ich den Schritt gehen
ohne zu sehen?
Oder warte ich lieber,
bis alles klarer scheint?

Fremdes Land, mir zugewandt,
ich ahne, es ist …
was ich so lange vermisst …

Hierher wollt ich geh`n,
wollt Licht vor mir seh`n,
wollte Freude spüren
und Liebe fühlen …

Woll`t immer schon her.
Nun erinnere ich mich.
Mein Herz, es führt mich …
hinein ins fremde Land,
was tief in mir bekannt.

Ich öffne die Tür,
es leuchtet mir …
so gehe ich mutig und offen hinein …

Grünspecht heute Morgen, der schaut auch so, als ob er erst mal abwartet …

Das fremde Land empfängt mich mit Wohlwollen, mit Offenheit, mit Sichtbarkeit … echt? Sehe ich, was wirklich ist? Sehe ich durch???

Nun, es ist noch etwas milchig hier, etwas neblig auch und immer mal wieder leicht verschwommen (oder auch mehr 😉 ). Es ist so, dass ich mich voran taste, mal einen großen Schritt, dann wieder nur Trippelschritte oder auch mal zur Seite ausweiche oder sogar kurz einen Schritt zurück gehe. Es ist nicht leicht, wahrlich nicht leicht, hier die Spur zu halten, obwohl alles in mir ruft, so laut ruft. Ich soll doch einfach meinem Herzen folgen, meinem Lichtstrahl hinterher gehen, mich meiner Freude hingeben … ja, ja – einfach 😉

Einfach scheint hier gerade gar nichts zu sein … echt? Ich überlege … doch, es gibt die einfachen Dinge, die Momente, wo alles fließt, ich vergesse das nur gerade, weil eben das andere so überwiegt.

Nun gut, ich bin jetzt an dieser Schwelle zum fremden Land und weiß, ich überschreite sie, sehe gerade, wie ich zügig weiter bzw. hinein gehe … oh ha … na dann … 😉

Ich weiß und ahne, hier darf ich noch einiges lernen bzw. mich tiefer erinnern, z.B. an Langsamkeit, an Mitschwingen, an Sein, immer wieder aufmerksam sein, an Bewusstheit in jedem Moment, an Wertfreiheit und Offenheit, an Leichtigkeit, die entsteht, wenn alles fließt, an Vertrauen …

Ach ja, da kommt noch so viel mehr und gleichzeitig fällt so viel weg. Dinge sind nicht mehr wichtig. Ängste, die mich begleitet haben, lösen sich. Masken und Spielereien dürfen ebenfalls gehen und so den Weg frei machen für Authentizität und Wahrhaftigkeit. Das ist gerade eins der Übungsfelder, mich immer wieder zu hinterfragen oder besser tief zu fühlen, was will ich jetzt? Das schult ungemein und macht ganze Felder frei. Ich lerne mich kennen und siehe da, es wird lichter, heller, klarer …

Oh toll, ich sehe wieder mehr hier im fremden Land – na vielleicht wird es dann ja bald zur Heimat, zu einem Ort des Verweilens, einem Ort, wo ich mich stets willkommen und wohl fühle?

Ich spüre, es geht genau da hin … das fremde Land darf sich für mich wandeln und ich mich erinnern, dass alles schon immer da war und ich hier echt willkommen bin. Meine Seele lächelt mir zu, mein Herz beginnt zu leuchten und alle Anderen „heben den Daumen“, weil ich da bin und sehe … 🙂

Ok, dann auf ins Abenteuer „Fremdes Land“ – ich bin bereit!!!

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